„Das zieh ich nicht an!“ – Der morgendliche Kampf am Kleiderschrank

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Kennst du das? Du legst abends liebevoll die Kleidung für den nächsten Tag raus. Am nächsten Morgen schaut dein Kind das T-Shirt an, als wäre es giftig, und brüllt: „Das zieh ich nicht an! Das kratzt!“

Der Morgen ist gelaufen, bevor er angefangen hat.

Das Dilemma: Zu viel Auswahl oder zu viel Zwang?

Gerade bei gefühlsstarken Kindern oder Wildfängen mit ADHS ist der Kleiderschrank eine echte Hürde.

  • Variante A: Wir Eltern bestimmen alles. Ergebnis: Das Kind fühlt sich übergangen und rebelliert (Autonomie-Phase lässt grüßen).
  • Variante B: Das Kind darf alles selbst wählen. Ergebnis: Es steht 20 Minuten überfordert vor dem vollen Schrank oder will im Winter die Badehose anziehen.

Das Problem ist oft nicht der Wille, sondern die Entscheidungsmüdigkeit. Ein voller Schrank überfordert das Gehirn.

Der goldene Mittelweg: Die „Vorselektion“

Der Trick, der bei uns oft Wunder wirkt, ist die begrenzte Wahl. Du nimmst dem Kind nicht die Entscheidung ab, aber du reduzierst die Komplexität.

Statt zu sagen: „Zieh dich an“ (zu abstrakt) oder „Zieh das an“ (Befehl), sagst du:

  • „Möchtest du heute den roten Pulli mit dem Auto oder den blauen Kapuzenpulli?“

Du legst also zwei fertige Outfits bereit. Das Kind hat die Kontrolle („Ich darf entscheiden!“), aber der Rahmen ist von dir gesteckt (keine Badehose, keine 20 Minuten Suchzeit).

Probier es morgen früh mal aus: Wahlmöglichkeiten schaffen, aber den Rahmen halten. Das spart Nerven auf beiden Seiten.

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Kleiner, aber wichtiger Hinweis: Ich bin kein Arzt, Therapeut oder Pädagoge. Alle Inhalte hier basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen als Vater, meinen Recherchen (z.B. nach Birkenbihl) und dem, was bei meinen Jungs funktioniert. Meine Tipps ersetzen keinen medizinischen Rat oder notwendige Therapien. Wenn du Fragen zu diesem Projekt hast oder mich unterstützen willst, klicke einfach auf den Button oben.

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